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Veränderung |
Datum/Zeit |
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11,46 € |
+0,16 € |
+1,40 % |
22.04/11:22 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007297004 |
729700 |
- € |
- € |
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Südzucker kaufen 26.01.2010
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, rät unverändert zum Kauf der Südzucker-Aktie (ISIN DE0007297004 / WKN 729700).
Das operative Ergebnis von 308,3 Mio. EUR habe nach neun Monaten den Vorjahreswert um 68% übertroffen. Damit habe der Konzern bereits wieder eine operative Marge von fast 7% erreicht, womit sich Südzucker wieder an das Niveau vor der EU-Zuckermarktreform (GJ 2006/07: 7,3%) heranpirschen könne. Das Rekordzuckerpreisniveau und die Rekordernte hätten über das operative Ergebnis, verbunden mit rückläufigen Investitionsausgaben, für eine Cashflow-Entwicklung gesorgt, mit der die Nettoverschuldung innerhalb eines Jahres um 725 Mio. EUR auf aktuell 892,9 Mio. EUR habe reduziert werden können.
Der Konzern bleibe trotz der sehr guten Ergebnisse bei seiner vorsichtigen Haltung hinsichtlich des operativen Ergebnisses für 2009/10 von 400 Mio. EUR. Begründet werde dies zum einen mit den erhöhten Fracht- und Lagerkosten aufgrund der Rekordzuckerernte und zum anderen durch ein schwächeres Ergebnis der Stärkesparte im vierten Quartal. Die Analysten seien nicht so vorsichtig und würden mit einem operativen Ergebnis von rund 416 Mio. EUR für 2009/10 rechnen. Im kommenden Geschäftsjahr würden sich die Erhöhung der EU-Exportquoten (SZUG-Anteil: 350.000 t) sowie niedrigere Importmengen aus den LDC (Low-Developed-Countries) positiv auf das Segment auswirken.
Die Zuckerpreisentwicklung und die Rekordernte würden das Ergebnis deutlich beflügeln. Die Nettoverschuldung werde in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich auf rund 1,1 Mrd. EUR (zuvor 1,1 bis 1,2 Mrd. EUR) reduziert werden. Europas größter Tiefkühlpizzaproduzent Freiberger sei unter Berücksichtigung der bei der Übernahme der Kraft-Pizza-Sparte durch Nestlé gezahlten Multiples deutlich höher zu bewerten (BHL: 900 Mio. EUR).
Die Umsetzung der EU-Kraftstoffqualitätsrichtlinie innerhalb der EU (bis 05.12.2010) in nationales Recht dürfte mittelfristig zu deutlichem Wachstum bei der Tochter CropEnergies führen. Die Margenverbesserung im Segment Frucht setze sich fort (Ziel bleiben 6 bis 7%). Die Investitionsphase nach der Umstrukturierung sei abgeschlossen; das Investitionsniveau sinke auf Abschreibungsniveau.
Im laufenden vierten Quartal werde das Segment Zucker nicht an den Durchschnitt der Vorquartale anknüpfen können, da höhere Kosten aufgrund der Rekordernte belasten würden (die jedoch im kommenden Geschäftsjahr zu höheren Erlösen führen würden). Der niedrige Streubesitzanteil führe zu geringerem Interesse von institutionellen Investoren.
Bei der Bewertung würden die Analysten zum einen auf den Peer-Group-Median mit einem fairen Kursniveau von 14,70 EUR zurückgreifen, während der Mittelwert mit 25,40 EUR deutlich höher liege, was in den höheren EV/Umsatz und KBV-Multiples begründet liege. Der Median spiegele den konservativen Ansatz der Analysten in der Bewertung wider. Anhand der DCF-Analyse (WACC: 6,10%) würden sie aufgrund der deutlich stabileren freien Cashflows (ca. 400 Mio. EUR p.a.) in den kommenden Jahren - auch ohne Wachstumskomponente in der finalen Phase - ein faires Kursniveau von 28,90 EUR ermitteln. Aus dem aufgerundeten Mittelwert beider Verfahren resultiere ihr Kursziel von 22 EUR (alt: 20 EUR). Die Aktie, die die Analysten seit Mai 2009 auf ihrer Topliste hätten, bleibe auch einer ihrer Favoriten für 2010.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihr "kaufen"-Rating für die Südzucker-Aktie. (Analyse vom 26.01.2010) (26.01.2010/ac/a/d)
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